Am Montag, den 10. November 2025, versammelten sich wieder viele Schüler:innen in der PFH, um mehr über eines der bekanntesten und zugleich sensibelsten Themengebiete der Psychologie zu erfahren. Prof. Dr. Youssef Shiban thematisierte in seinem Vortrag „Psychische Gesundheit – Einführung in die klinische Psychologie“ zentrale Aspekte psychischer Erkrankungen und deren gesellschaftliche Bedeutung.
Zu Beginn zeigte Prof. Shiban verschiedene Bilder, die die Schüler:innen beschreiben sollten. Darunter war auch ein altes Foto aus einer Psychiatrie. Schnell wurde deutlich, wie sehr sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen im Laufe der Zeit verändert hat.
Anschließend erläuterte Prof. Shiban, dass rund 80 % der Menschen im Laufe ihres Lebens direkt oder indirekt mit einer psychischen Erkrankung in Kontakt kommen. Er wies zudem darauf hin, dass die Zahl psychischer Störungen stetig steigt, während es gleichzeitig an Therapieplätzen mangelt – teils müssen Betroffene bis zu zwei Jahre auf den Beginn einer Behandlung warten. Diese Zahlen sorgten bei den Schüler:innen für großes Erstaunen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stand das Thema Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Mittelpunkt. Zunächst wurde geklärt, was ein Trauma ist, bevor die typischen Symptome einer PTBS besprochen wurden. Besonders spannend fanden viele Schüler:innen den Aspekt der Komorbidität, also das gleichzeitige Auftreten mehrerer psychischer Erkrankungen. Beispielsweise kann eine PTBS zu Angststörungen oder Depressionen führen.
Zum Abschluss gab es eine praktische Partnerübung mit dem Titel „Life-Line“. Dabei sollten die Schüler:innen ihre Lebenslinie von der Geburt an zeichnen und ihre schönsten Ereignisse markieren. Diese wurden symbolisch als „Blumen“ bezeichnet.
Insgesamt bot die Veranstaltung einen spannenden und einfühlsamen Einstieg in das Themenfeld der klinischen Psychologie.

